10.01.2026
Es gibt gute Neuigkeiten für Osteuropa-Freunde. Seit kurzem besteht eine neue Tagesverbindung von der ostpolnischen Grenzstadt Przemyśl über Lemberg in die ukrainische Hauptstadt Kiew. Zum Einsatz kommt ein moderner ukrainischer Intercity-Zug. Ersten Verlautbarungen nach wird die Verbindung in den ersten Wochen bereits sehr gut angenommen. Sie bietet auf dieser Strecke nun eine Ergänzung zum Schlafwagenzug Breslau/Warschau - Lemberg und ermöglicht es nun, bei Abfahrt gegen 15 Uhr in Przemyśl, zu angenehmeren Zeiten in Lemberg anzukommen, nämlich am frühen Abend. Der Zielbahnhof Kiew wird gegen 22:30 Uhr erreicht. Fahrkarten sind an allen polnischen Fahrkartenschaltern zu erwerben.
09.12.2025
An diesem Wochenende fahren zum letzten Mal Nachtreisezüge der Deutschen Bahn. Damit endet ziemlich genau 100 Jahre nach Gründung der MITROPA die Ära deutscher Schlaf- und Liegewagenverbindungen. Im November 1916 schufen die Eisenbahn-verwaltungen von Deutschland, Österreich und Ungarn die Mitteldeutsche Schlafwagen- und Speisewagen Aktiengesellschaft, um der französisch dominierten Internationalen Schlafwagengesellschaft CWL ein eigenes Angebot für Nachtreisezüge entgegenzusetzen. Neben der Bewirtschaftung von Speisewagen und Gastronomie an Bahnhöfen und Autobahnen bewirtschaftete die MITROPA insbesondere innerdeutsche und internationale Nachtreisezüge. Sie gehörte zu den wenigen Aktiengesellschaften, die sowohl während der DDR fort bestand, als auch die politische Wende von 1989 überlebte und sogar die in Westdeutschland nach dem Krieg gegründete Deutsche Schlafwagen- und Speisewagengesellschaft (DSG) übernahm. Erst 2002 wurde das traditionsreiche Unternehmen zerschlagen und verkauft. Seither waren Bordgastronomie und die Bewirtschaftung der Nachtzüge in den Fernverkehr der Deutschen Bahn integriert. Nach jahrelangem Ausbleiben von Investitionen in den Fahrzeugpark und einer immer größeren Reduzierung der angebotenen Verbindungen vor allem in jüngster Zeit, entschied die Deutsche Bahn, sich ab Ende 2016 aus dem Nachtzugverkehr zurückzuziehen. Mit eigenen deutschen Nachtreisezügen ist es nun also nach einem Jahrhundert vorbei, aber einige Verbindungen werden von den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) und ihrem Schlafwagenbetreiber newrest übernommen. Ein Treppenwitz der Geschichte: ausgerechnet diese Retter des Nachtzugverkehres sind das Nachfolgeunternehmen der einstigen CWL, jenes Unternehmens also, dass bereits seit 1872 existierte und zu dessen Konkurrenz sich vor fast genau 100 Jahren die MITROPA gegründet hatte.
19.11.2025
Die Zukunft gehört im Fernverkehr der Deutschen Bahn erklärtermaßen dem ICE. Er wird künftig mit neuen Fahrzeugen, kostenlosem Internet und einem verdichteten Takt die großen Städte miteinander verbinden. Das Zugrestaurant fällt beim ICE 4 künftig zwar etwas kleiner aus, eine Verpflegung an Bord wird aber weiterhin möglich sein, auch im klassischen Sinne an einem Tisch im Speisewagen. Der Intercity-Verkehr hingegen wird in den nächsten Jahren zwar ebenfalls ausgebaut, ein gastronomisches Angebot ist in den neuen IC 2-Zügen jedoch nicht mehr vorgesehen. Lediglich Getränke und kleine Snacks werden auf bestimmten Streckenabschnitten direkt am Sitzplatz verkauft. Umso bedeutender sind für den geneigten Reisenden die noch verblieben Bistro-Wagen auf einigen IC-Linien und bevor sie ganz verschwunden sind, sollte man sie nicht nur wie hier an dieser Stelle würdigen, sondern auch noch einmal besuchen. Eine Übersicht, auf welchen Strecken die seinerzeit für den InterRegio gebauten Wagen auch im kommenden Jahr noch eingesetzt werden, finden Sie hier. Mit der bei Urlaubern beliebten IC-Linie Karlsruhe - Hamburg - Stralsund verschwinden die BordBistros übrigens bereits im Dezember dieses Jahres. Es ist also ein leiser, aber unaufhaltsamer Abschied - genießen Sie ihn noch einmal!
20.10.2025
Ab dem 11. Dezember gilt in Deutschland und bei den meisten europäischen Eisenbahnen ein neuer Fahrplan. Die wesentlichsten Änderungen in Deutschland betreffen den Nachtreiseverkehr, denn die Deutsche Bahn (DB) gibt ihr Angebot Liege- und Schlafwagenzügen bekanntermaßen auf. Auf einigen Relationen übernehmen die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) den Nachtzugverkehr. Unter der Marke "nightjet" werden verschiedene EuroNight-Züge angeboten. Leider wird die BahnCard in diesen Zügen nicht mehr akzeptiert und deutsche Sparpreise sind nur noch für innerdeutsche Abschnitte und übergangsweise erhältlich. Eine Buchung ist sowohl über www.bahn.de, als auch über die Seite der ÖBB möglich. Dennoch gibt es bei der ÖBB spezielle Sparangebote für diese Züge, ein frühzeitiger Kauf der Fahrkarte lohnt sich also. Zum Ausgleich der wegfallenden Verbindungen weitet die DB ihr Angebot an nachts fahrenden IC- und ICE-Zügen aus. Alle wichtigen Änderungen erfahren Sie in folgender Übersicht:
Mehr Zugverkehr nach Belgien und in die Niederlande
Das Angebot der ICE von Frankfurt (Main) nach Brüssel und Amsterdam wird auf bis zu sieben Verbindungen täglich ausgeweitet.
Mehr Direktverbindungen für einzelne Städte
Münster, Jena und Kiel erhalten einzelne zusätzliche Direktverbindungen nach Berlin, von Ingolstadt zusätzliche Züge nach Frankfurt (Main) und in das
Ruhrgebiet.
Intercity 2
Der umstrittene Doppelstock-IC wird von der Linie Köln - Norddeich wieder abgezogen. Dafür wird die Linie Dresden - Hannover - Köln auf diesen Zug
umgestellt.
Schneller nach Paris
Die Reisezeit von Stuttgart und Frankfurt (Main) nach Paris sinkt auf etwa 3 Stunden und 15 Minuten.
Ende des DB-Nachtzugverkehrs
Die ÖBB übernehmen einige Strecken (Zürich - Basel - Berlin - Hamburg, Hamburg - Innsbruck und Düsseldorf - Innsbruck), außerdem bleiben die beiden bisherigen
ÖBB-Züge Düsseldorf - Wien und Hamburg - Wien erhalten. Der Nachtreiseverkehr nach Polen (Köln - Warschau) und Tschechien (Zürich - Prag) endet ersatzlos. Erhalten bleiben noch die Verbindungen
Berlin - Dresden - Budapest/Wien, München - Rom und München - Budapest.
Neue IC-/ICE-Nachtverbindungen
Auf den Linien Hamburg - Köln - Basel und Köln - Berlin werden nächtliche IC-Züge verkehren, hinzu kommen weitere zusätzliche IC- und ICE-Verbindungen an bestimmten
Tagen. Abends verkehrt ein neuer EuroCity (EC) von Prag nach Leipzig und morgens in Gegegenrichtung, der den bisherigen Nachtzug auf diesem Abschnitt ersetzt.
Fahrpreise
Die Flexpreise steigen um 1,9%, die Sparpreise ab 19 Euro sollen weiterhin erhältlich und nun schon 180 Tage im Voraus buchbar sein Die Gebühr für Umtausch oder
Erstattung (bei Sparpreisen nur möglich bis 1 Tag vor dem 1. Geltungstag) wird angehoben. Beim Sparpreis Europa Österreich, Schweiz, Italien und Belgien entfällt die Vorkaufsfrist. Es wird eine
neue, vergünstigte BahnCard für Senioren angeboten.
Zusammenfassung
Der diesjährige Fahrplanwechsel ist - von der Einstellung des Nachtreiseverkehrs abgesehen - recht unspektakulär. Größere Änderungen wird es erst Ende nächsten Jahres geben, wenn sich durch die Inbetriebnahme der Neubaustrecke Erfurt - Nürnberg erhebliche Änderungen im deutschen Fernverkehrsnetz ergeben werden.
27.09.2025
Nach fast 60 Jahren werden in diesen Tagen die Steuerwagen "Karlsruher Köpfe" ausgemustert. Die dreizehnte Entwicklungsvariante der so genannten "Silberling"-Steuerwagen wurden einst in Karlsruhe gebaut und sorgten im Nahverkehr über ein halbes Jahrhundert zuverlässig dafür, dass bei Fahrtrichtungsänderungen keine Lokwechsel mehr durchgeführt werden mussten. Vom Führerstand aus konnte die hinten am Zug befindliche Lokomotive gesteuert werden. Nun verabschieden sich die letzten verbliebenen "Karlsruher Köpfe" in den Ruhestand, die auch noch vom Verfasser dieser Zeilen bedient wurden. Nach einer Sonderfahrt von Ulm nach Crailsheim am 30.09.2025 wird ein Exemplar in das DB Museum in Nürnberg übergeben.
17.08.2026
Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) haben ihr Konzept für den Betrieb von Nachtreisezügen von und nach Deutschland ab dem kommenden Fahrplanwechsel im Dezember vorgestellt. Demnach kommen zu den bereits bislang betriebenen zwei Linien noch vier Verbindungen hinzu, womit wenigstens ein Teil der wegfallenden DB-Relationen durch die Österreicher aufgefangen werden. Die Deutsche Bahn hatte sich entschieden, das Nachtzuggeschäft Ende dieses Jahres einzustellen. Künftig werden nun noch folgende Verbindungen angeboten:
Außerdem bleiben wohl die beiden ungarischen Nachtzüge erhalten:
Auch zu den Fahrpreisen gibt es bereits Informationen. Sie können für die ÖBB-Züge hier eingesehen werden.
26.07.2026
Im August gibt es bei der Deutschen Bahn (DB) einige tarifliche Änderungen. Zum einen wird auf den beiden Schnellfahrstrecken Frankfurt (M) - Köln und Nürnberg - München versuchsweise ein so genannter "differenzierter Flexpreis" eingeführt. Das bedeutet, dass der Normalpreis auf diesen Strecken künftig je nach Wochentag unterschiedlich viel kostet.
Zum zweiten sind Sparpreise künftig nicht mehr am 1. Geltungstag selbst erstattbar, sondern nur noch bis einen Tag vor Reisebeginn. Das Angebot der besonders günstigen 19-Euro-Sparpreise (nur gültig in reinen Fernverkehrsverbindungen) wird zudem bis September verlängert. Zudem gibt es allgemein bei Sparpreisen künftig neue und noch mehr Rabattstufen und sie werden bereits deutlich frühzeitiger zu erwerben sein.
Sitzplatzreservierungen können künftig einmal kostenlos umgetauscht werden. Die BahnCard 50 wird dauerhaft mit den Sparpreisen kombinierbar sein. Des weiteren wird eine neue, günstigere BahnCard speziell für Senioren eingeführt.
Last but not least wird der Kauf von Fahrkarten in Fernverkehrszügen deutlich teurer. Künftig sind hier pro Ticket 12,50 € Bordpreis zusätzlich zum Fahrkartenwert zu berappen.
31.05.2026
Die Deutsche Bahn (DB) zieht sich wie bereits angekündigt ab Dezember komplett aus dem Verkehr mit Nachtreisezügen zurück und gibt diese vollständig auf. Damit entfallen wichtige und gut genutzte Verbindungen wie Zürich - Prag/Berlin, Zürich - Amsterdam, Köln - Warschau und Köln - Prag. Auf einigen Relationen werden künftig nächtliche IC- oder ICE-Züge eingesetzt, auf anderen - wie z.B. von Leipzig nach Prag, wird die DB künftig Fernbusse einsetzen. Einen Hoffnungsschimmer gibt es für andere Nachtzugstrecken. So werden die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) den Betrieb mit Nachtreisezügen auf folgenden Verbindungen übernehmen und ab dem Fahrplanwechsel im Dezember anbieten:
Erhalten bleiben des weiteren die bisherigen von der ÖBB bereits angebotenen Strecken:
Außerdem wird voraussichtlich der von der ungarischen Eisenbahn betriebene EuroNight METROPOL von Berlin nach Budapest und Wien erhalten bleiben. Noch ungeklärt ist dagegen bislang die Zukunft der Verbindungen von München nach Italien und Kroatien, auch hier fährt die DB bereits jetzt schon in Konkurrenz zu ihren eigenen Zügen mit Nachtbussen.
20.03.2026
Ab April kommen auch Inhaber einer BahnCard 50 in den Genuss der Sparpreis-Buchung bei der Deutschen Bahn. Dafür wird ein neuer Tarif geschaffen, der BahnCard 50 Sparpreis. Es werden 25% Rabatt auf den Flexpreis gewährt, wenn man sich auf Reisetag und Zug festlegt. Im Gegensatz zum "normalen" Sparpreis ist allerdings ausschließlich die Nutzung von Fernverkehrszügen gestattet, ein Vor- und Nachlauf im Nahverkehr ausgeschlossen.
Außerdem wird zur Fußball-EM im Sommer eine "Sieger BahnCard" angeboten. Sie muss im Zeitraum Mai bis Juni gekauft werden und gilt dann für drei Monate. Sie ist als BahnCard 25 und 50 erhältlich. Wer beim Kauf den späteren Gewinner der Fußball-EM korrekt tippt, fährt im gesamten Monat August kostenlos im Fernverkehr der Deutschen Bahn. Die Sieger BahnCard verlängert sich ohne Kündigung automatisch und wird zur normalen BahnCard im Abo. Sie kostet 19 (2. Kl.) bzw. 39 Euro (1. Kl) als BahnCard 25 und 79 (2. Kl.) bzw. 159 Euro (1. Kl.) als BahnCard 50.
07.03.2026
Wie die tschechische Eisenbahn-gesellschaft ČD mitteilt, werden die Nachtzüge von Prag nach Köln und Zürich über Dresden bzw. Berlin zum Fahrplanwechsel im Dezember eingestellt. Hintergrund ist, dass die Deutsche Bahn Ende des Jahres ihr Nachtzugangebot vollständig aufgibt. Damit verliert Sachsen seine beiden verbliebenen CityNightLine-Verbindungen. Übrig bleibt allein der von der ungarischen Bahn angebotene Nachtzug Berlin - Dresden - Budapest.
05.02.2026
Es gibt ein paar Neuigkeiten vom größten deutschen Eisenbahnanbieter. Die Deutsche Bahn teilt unter andeem mit, dass die Intercity-Linie Dresden - Leipzig - Hannover - Köln nicht wie geplant in wenigen Tagen auf die neuen Doppelstock-IC umgestellt wird. Der IC-2 soll hier erst später fahren, möglicherweise sogar erst ab Fahrplanwechsel im Dezember. Grund sind anhaltende technische Probleme u.a. mit der Türsteuerung und dem so genannten Wanken der Wagen während der Fahrt. Auch auf anderen Linien wird sich die einführung verschieben.
Tariflich erfreulich ist eine Neuauflage des "Sparpreis Aktion". Ab 12.02.2026 kann man wieder Fernverkehrstickets für 19 € (mit Bahncard 25: 14,25 €) erwerben, die Fahrkarte gelten jedoch ausschließlich in Fernverkhrszügen der DB und im IC Bus.
Außerdem wurde nun offiziell das Ende der Nachtzüge der Deutschen Bahn zum Fahrplanwechsel im Dezember bekannt gegeben. Die Marke CNL verschwindet dann ebenso, wie fast alle Nachtzugverbindungen in Deutschland. Lediglich für die Verbindung vom Amsterdam nach Zürich gibt es noch Hoffnung, außerdem verbleiben der von der ungarischen Bahn betriebene Zug von Berlin nach Budapest und die beiden ÖBB-Verbindungen von Hamburg und Düsseldorf nach Wien. Für Prag - Dresden - Zürich, Köln - Warschau und alle anderen derzeit noch verkehrenden Nachtzüge hat wohl das letzte Stündlein geschlagen.
24.01.2026
Der Schnienenpersonennahverkehr (SPNV) in Sachsen steht offenbar vor massiven Einschnitten. Laut einem Bericht der Dresdner Neuesten Nachrichten stehen dem Bundesland durch die Neuverteilung der Regionalisierungsmittel (also der Zuschüsse des Bundes an die Länder zur Bestellung von Nahverkehrsleistungen) bis 2030 rund 1 Milliarde Euro weniger zur Verfügung. Zwar wird im Bundesrat noch über die genaue Höhe und Verteilung der Mittel gerungen, allerdings scheint sich Sachsen bereits seinem Schicksal zu ergeben, statt alles zu unternehmen, um die Kürzungen zu verhindern.
So berichtet der sächsische Verkehrsminister Dulig von einer Neuausrichtung des ÖPNV: „Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion um die Neuverteilung der Mittel wird deutlich, dass der ÖPNV auch in Sachsen vor Veränderungen steht. Wir müssen den ÖPNV neu denken. Dies kann auch bedeuten, dass bestehende unrentable Bahnverbindungen zugunsten eines attraktiveren und wirtschaftlicheren Busverkehrs durch die Zweckverbände abbestellt werden. ÖPNV bedeutet nicht zwingend SPNV. Beispiele zeigen, dass dadurch ländliche Regionen besser angebunden werden und eine bessere Taktung erreicht werden kann.“
Sollten die drastischen Kürzungen nicht verhindert werden können, gelten Abbestellungen als unausweichlich. So könnten insbesondere zwischen Pirna und Sebnitz sowie von Aue nach Thalheim schon bald keine Züge mehr fahren. Vor allem im Erzgebirge sind noch weitere Strecken von der Einstellung des Reisezugverkehres bedroht. Auch die Verbindungen Görlitz − Hoyerswerda und Chemnitz − Elsterwerda gelten als mögliche Kandidaten, wenn die erforderlichen Einsparungen umgesetzt werden müssen.
Kritiker sehen ein grundsätzliches Versagen in der Verkehrspolitik des Freistaates. So wurden bislang die Regionalisierungsmittel nicht in vollem Umfang für den bestimmten Zweck eingesetzt, sondern etwa auch der Schülerverkehr aus diesen Mitteln finanziert. Außerdem ergeben sich durch Streckenstillegungen und Umstellung auf Busverkehre häufig keine attraktiven Fahrtangebote mehr, die Menschen vom Auto weglocken. Auch die Tatsache, dass sich Sachsen fünf verschiedene Besteller von ÖPNV-Leistungen gönnt und diesen somit nicht aus einem Guss in einem durchdachten Gesamtkonzept anbieten kann, gilt als unwirtschaftlich und nicht mehr zeitgemäß.
04.01.2026
Das Sachsen-Ticket, im Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) bisher nur in Zügen der Deutschen Bahn gültig, soll ab April in allen Verkehrsmitteln, also auch in Bussen und
Straßenbahnen anerkannt werden. Das Angebot gilt in allen Zügen des Nahverkehrs und bereits in vielen anderen Verkehrsmitteln der einzelnen Verbünde in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Es
ist in Varianten von einer bis fünf Personen erhältlich und gilt Montags bis Freitags ab 9 Uhr, an Wochenenden und Feiertagen ganztägig für beliebig viele Fahrten im Geltungsraum.
19.12.2025
Nun soll alles ganz schnell gehen. Nach übereinstimmenden Medienberichten, u.a. der Zeitschrift "Wirtschaftswoche", will die Deutsche Bahn (DB) ihren Nachtzugverkehr bereits Mitte des kommenden Jahres aufgeben. Man stehe aber in Verhandlungen mit der Österreichischen Bundesbahn (ÖBB), welche zumindest einige Verbindungen übernehmen könnte. Die DB betreibt derzeit unter dem Markennamen CityNightLine (CNL) zehn Linien mit Sitz- bzw. Ruhesesselwagen sowie Liege- und Schlafwagen. In den vergangenen Jahren unterlag das Nachtzugangebot der DB bereits zahlreichen Anpassungen und Einsparungen. So wurden Linien gestrichen oder Verbindungen zusammengeführt, der Markenname und das Preissystem häufig geändert, seit Mitte 2014 hatte man dann die Speisewagen abgeschafft.
Folgende Linien sind von den Plänen betroffen, welche letztlich von der ÖBB übernommen werden, ist noch nicht bekannt:
Folgende Linien werden bereits von europäischen Partnerbahnen betrieben und fallen nicht unter die von der DB unter dem Namen CNL angebotenen Züge:
Mit dem nun angekündigten Schritt trennt sich die Bahn von einem nach eigenen Angaben nicht mehr wirtschaftlich vertretbarem Geschäft. Kritiker bemängeln allerdings, dass dringend notwendige Modernisierungsmaßnahmen beim Wagenmaterial vernachlässigt und keine zukunftsfähigen Pläne für den Nachtreiseverkehr entwickelt wurden. Die DB will als Ersatz für die Nachtzüge künftig verstärkt nachts verkehrende ICE-Züge anbieten.
14.12.2025
Die Deutsche Bahn bietet für kurze Zeit ein interessantes Angebot zur Weihnachtszeit an. Mit dem so genannten
Geschenk-Ticket zum Preis von 55 € (2. Klasse) bzw. 75 € (1. Klasse) kann man im Zeitraum vom 4. Januar bis 17. März 2016 zwei beliebige, einfache Fahrten mit allen Zügen der DB
innerhalb Deutschlands zurücklegen. Lediglich freitags darf nicht gefahren werden. Eine Zugbindung besteht nicht, eigene Kinder und Enkelkinder bis einschließlich 14 Jahren fahren kostenlos mit.
Das Geschenk-Ticket ist nur vom 16. bis 19.12.2025 online (zzgl. Versandpauschale) und am Fahrkartenschalter erhältlich. Weitere Informationen erhalten Sie hier.
08.12.2025
Mit dem Fahrplanwechsel am kommenden Sonntag werden wie
berichtet die drei Direktzüge von Dresden nach Breslau wieder eingeführt. Zudem wird es zahlreiche zusätzliche Verbindungen von Görlitz nach Polen (Kohlfurt und Hirschberg) und zurück geben.
Damit entstehen zusätzliche Fahrtmöglichkeiten auch innerhalb der Europastadt Görlitz/Zgorzelec. Zudem bieten sich dadurch über die Direktzüge hinaus zusätzliche Umsteigeverbindungen zwischen
Dresden und Breslau. Auch ein Spezial-Ticket wird es wieder geben. Es gilt zur Hin- und Rückfahrt von der sächsischen Landeshauptstadt in die künftige Kulturhauptstadt Europas, ist 14 Tage lang
gültig und kostet 33 Euro für Einzelreisende, 69 Euro für Familien und 89 Euro für Gruppen bis 5 Personen.
Alle Fahrtmöglichkeiten finden Sie hier.
Außerdem sei noch auf folgende Aktion der Initiative Deutsch-poln. Schienenpersonenverkehr verwiesen:
Zum Fahrplanwechsel am 13.12.2025 lädt sie ein, mit der Bahn nach Wrocław bzw. nach Dresden zu fahren – oder zumindest die An- und Abreisenden am Bahnhof zu empfangen bzw. zu verabschieden.
Dresden-Wrocław:
Wir werden um 8.35 Uhr vom Dresdner Hauptbahnhof nach Wrocław aufbrechen – dies ist eine der ersten neuen Umsteigeverbindungen über Görlitz (an 10.15/ ab 10.34 Uhr) und Węgliniec (an 11.03/ ab 11.13 Uhr). Bei einer Ankunft in Wrocław um 13 Uhr bleibt ausreichend Zeit für einen Besuch auf dem Weihnachtsmarkt und eine kleine Stadtbesichtigung. Eine Rückfahrt mit der Direktverbindung ist dann um 18.08 Uhr möglich, Ankunft in Dresden ist gegen 22 Uhr.
Wrocław-Dresden:
Der erste Direktzug fährt um 6.06 Uhr ab Wrocław Główny. Bei einer Ankunft in Dresden um 10 Uhr steht der ganze Sonntag zur Verfügung – z.B. für einen Besuch auf dem Striezelmarkt oder eine Stadtbesichtigung. Eine Rückfahrt mit der Direktverbindung ist um 18.08 Uhr möglich, mit Ankunft in Wrocław gegen 22 Uhr.
15.10.2025
Der Fahrplanwechsel im Dezember bringt für Sachsen wieder einige Änderungen. Hauptgrund hierfür ist die Inbetriebnahme der Neubaustrecke Halle/Leipzig - Erfurt. Die
wichtigsten Neuerungen habe ich für Sie im folgenden Überblick zusammengefasst:
Hamburg - Berlin - Dresden - Prag
Berlin - Halle (Saale)/Leipzig - Erfurt/Nürnberg - München
Dresden - Leipzig - Erfurt - Frankfurt (Main)
Dresden - Leipzig - Halle (Saale) - Magdeburg - Hannover - Köln
Nachtreiseverkehr
Nahverkehr
07.10.2025
Der Tarifdschungel wird ein wenig dichter. Wem ein Prag-Besuch zu wenig ist, der kann ab sofort das 10er-Ticket Prag erwerben. Ab Dresden sind 99 € fällig, von Berlin aus 199 €. Dafür können 10 Fahrten (nur!) in IC/EC-Zügen eingetragen werden, das ganze ist zwei Monate gültig. Eine Zugbindung gibt es nicht, zwei Personen dürfen nicht auf einer Fahrkarte reisen. So sind zu Beispiel ab Dresden immerhin 5 Prag-Besuche zu je 9 € pro Fahrt möglich, was noch unter dem Preis des Sparpreises von 14,25 € mit BahnCard liegt. Das neue Ticket ist am Automaten und Fahrkartenschalter erhältlich und muss unterschrieben werden.
02.10.2025
Der polnische Fernverkehrsanbieter PKP IC hat seine Planungen
für den kommenden Fahrplan 2015/16 veröffentlicht. Neu sind unter anderem eine EIP-Verbindung bis Jelenia Góra, ein Stundentakt zwischen Poznań und Wrocław sowie eine saisonale
Schlafwagenverbindung von Szczecin nach Masuren. Außerdem soll der Ukraine-Verkehr durch zwei neue Tageszüge Przemyśl - Lviv ausgebaut werden. Zudem wird es einen neuen EuroCity von Warszawa nach
Budapest geben. Weiterhin gibt es Planungen für einen Direktzug von Piła über die Ostbahn nach Berlin, es wird sich aber erst noch zeigen, ob dieser tatsächlich realisiert wird.
11.09.2026
Nach der Einstellung des Zugverkehrs zwischen Dresden und
Breslau Ende Februar dieses Jahres gibt es nun wieder konkrete Zeichen der Hoffnung für die Bahnverbindung zwischen der sächsischen Landeshauptstadt und der Kulturhauptstadt Europas des kommenden
Jahres. Ab Dezember soll es wieder drei Direktzüge von Dresden über Görlitz nach Breslau und zurück geben. Zusätzlich sollen einige polnische Regionalzüge von Zgorzelec aus weiter über die Neiße
bis in den Bahnhof Görlitz durchgebunden werden. Dies sind die heutigen Ergebnisse eines deutsch-polnischen Bahngipfels. Die Verbindung war im Frühjahr aus finanziellen Nöten auf polnischer Seite
überraschend und kurzfristig eingestellt worden. Seither fand zwischen Görlitz und Zgorzelec kein Reisezugverkehr statt.
09.09.2026
Eine kulinarisch interessante Situation entsteht ab Dezember
im Zugverkehr zwischen Dresden und Berlin. Umlaufbedingt wird ein Intercity auf diesem Streckenabschnitt mit Wagenmaterial der polnischen Eisenbahn gefahren (Zug des Berlin-Warschau-Expresses),
wodurch ein polnischer Speisewagen bis an die Elbe gelangt. Es ist dann also möglich, durch mehrfaches Hin- und Herfahren zwischen Dresden und Berlin die Speisewagen von vier
Eisenbahngesellschaften zu erleben. Das Bistro der Deutschen Bahn im morgendlichen Intercity nach Hamburg, einen ungarischen Speisewagen im EuroCity Hamburg - Budapest, ein tschechisches
Zugrestaurant in den EC-Zügen zwischen Berlin und Prag und eben den polnischen Bistrowagen aus dem Berlin-Warschau-Express. Guten Appetit.
17.08.2026
Wie aus noch nicht endgültigen Zugbildungsplanungen der Tschechischen Eisenbahnen hervorgeht, wird ab dem kommenden
Fahrplanwechsel im Dezember neu eine Kurswagenverbindung von Prag direkt nach Lemberg und Kiew eingerichtet werden. Demnach soll am EuroNight (EN) 442/443 ein Schlafwagen eingereiht sein, der
über das slowakische Košice und Čierna nad Tisou in die Ukraine geführt wird. Der Zug wird Prag voraussichtlich 23:09 Uhr verlassen und Lemberg am darauffolgenden Abend sowie Kiew am übernächsten
Morgen erreichen. Bislang existiert eine solche Kurswagenverbinung ab dem slowakischen Bratislava.
31.07.2026
Nachdem bereits der polnische Fernverkehrsanbieter PKP Intercity (PKP-IC) einen dramatischen Verlust an Fahrgästen eingestehen musste und die Einstellung der angeblich unrentablen TLK-Züge ankündigte, setzt sich der Kahlschlag im polnischen Eisenbahnwesen auch beim Nahverkehrs-anbieter Przewozy Regionalne (PR) fort. Wie das Unternehmen mitteilte, werden kurzfristig zum Ende des Monats August sämtliche Züge der Gattungen Regioekspres (RE) und Interregio (IR) sowie die Interregio-Busse ersatzlos gestrichen. Davon betroffen sind nicht nur verbliebene Langläufer wie die Verbindungen Jelenia Góra-Olsztyn und Szczecin-Warszawa, sondern auch die grenzüberschreitenden Züge von Frankfurt (Oder) nach Poznań. Kurz vor den polnischen Parlamentswahlen erscheint die künftige Ausrichtung der polnischen Eisenbahn damit einmal mehr ungeklärt. Auch die Rückkehr zu in der Vergangenheit aufgegebenen Verbindungen wie die der Züge Dresden-Wrocław rückt mit der beschriebenen Entwicklung wohl in weite Ferne.
24.06.2015
Die Deutsche Bahn überrascht mit einem neuen Nahverkehrsangebot in Mittel-deutschland. Ab 1. Juli ist das Regio120-Ticket erhältlich. Es gilt Montag bis Freitag ab 9 Uhr und an Wochenenden und Feiertagen ganztägig für eine Person für eine einfache Fahrt in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen und kostet 15 Euro. Ist die zurückgelegte Strecke länger als 120 km, kann man für 18 Euro das Regio120plus-Ticket erwerben. Das Angebot gilt nur in Nahverkehrszügen der Deutschen Bahn (S, RB, RE) und bei einigen anderen Anbietern wie der Süd-Thüringen-Bahn oder der Erfurter Bahn, nicht aber zum Beispiel im Trilex. Eigene Kinder bis einschließlich 14 Jahren können kostenlos mitgenommen werden. Insbesondere für Einzelreisende ohne Bahncard ist das neue Angebot auf bestimmten Relationen eine echte Verbesserung und eine Alternative zu den bestehenden Fernbus-Angeboten. Alle weiteren Informationen finden Sie hier.
22. Juni 2015

Die internationale Zugverbindung zwischen Hamburg, Berlin, Dresden und Tschechien/Ungarn steht erneut vor wichtigen Veränderungen. Zum Fahrplanwechsel im Dezember sollen nahezu alle Züge dieser Relation in Prag gebrochen werden. Zwar kommen ab diesem Zeitpunkt die neuen Mehrsystemlokomotiven der ČD-Baureihe 380 zum Einsatz, was u.a. den Lokwechsel in Dresden abschaffen wird, Wermutstropfen wird aber sein, dass bis auf den EC HUNGARIA (Hamburg-Budapest) und den Nachzug METROPOL (Berlin-Budapest) künftig alle Züge aus Deutschland in Prag enden werden. Nach der Einstellung des Direktzuges Hamburg-Wien im vergangen Jahr stellt dies eine weiter Verschlechterung im Osteuropa-Verkehr dar, zumindest für Kunden, denen umsteigefreie Verbindungen wichtig sind. Auch die beiden derzeit verkehrenden Zugpaare an die Ostsee (nach Warnemünde bzw. Stralsund/Binz) werden voraussichtlich nicht fortgeführt. Allerdings wird es einen Umlauf mehr mit der Möglichkeit der Fahrradmitnahme bis Prag geben und eine Tagesrandverbindung wird wohl über Hamburg hinaus nach Lübeck durchgebunden werden.
13. Juni 2015
Die Deutsche Bahn offeriert für den vor uns liegenden Sommer ein neues Angebot. Zum Preis von nur 19 Euro (mit Bahncard 25 nur 14,25 €) können preisbewusste Kunden im ICE und IC/EC zwischen zwei Fernverkehrs-bahnhöfen reisen. Das Angebot gilt:
Es ist nur erhältlich, solange der Vorrat reicht, ab 100 km Streckenlänge gibt es für
Bahncard-Besitzer auch wie gewohnt die "City-Option" zur An-/Abreise im ÖPNV am Start und Ziel. Eigene Kinder und Enkelkinder können bei Eintragung auf der Fahrkarte kostenlos mitreisen.
Hier gibt es (demnächst) weitere Informationen.
Buchungen sind ab 14.06.2015, 5 Uhr online möglich.
8. Juni 2015
Die Mitteldeutsche Regiobahn (MRB) hat die wichtige Ausschreibung für das Elektronetz Mittelsachsen gewonnen. Das Tochter-unternehmen der Transdev GmbH wird ab Juni 2016 den Personennahverkehr auf den Strecken Dresden-Chemnitz-Zwickau-Hof und Chemnitz-Riesa-Elsterwerda für eine Laufzeit von 14 Jahren betreiben. Zum Einsatz kommen neue Elektrotriebwagen vom Typ Coradia Continental von Alstom. Die MRB löst damit wie auch schon auf der Strecke Chemnitz-Leipzig (bereits ab Dezember dieses Jahres) die DB Regio auf wichtigen Eisenbahnstrecken in Sachsen ab.
5. Juni 2015

Auch in diesem Jahr bieten die Tschechischen Bahnen wieder eine Sommerfahrkarte an. Im Zeitraum 1. Juli bis 31. August können an 14 aufeinanderfolgenden Tagen alle Züge der ČD beliebig genutzt werden. Das Angebot Jízdenka na léto kostet 43 bzw 36 Euro (mit In Karta) und kann ab dem 8. Juni online gekauft werden. Der Autor dieser Zeilen beabsichtigt das Angebot auf jeden Fall zu nutzen und wird zu gegebener Zeit auf diesen Seiten von dem Erlebten berichten.
27. Mai 2015
Drei Monate nach der überraschenden Einstellung der direkten Zugverbindung zwischen Dresden und Breslau bemühen sich Politiker auf
Lokal- und Landesebene um eine Wiederaufnahme oder wenigstens um alternative Reisemöglichkeiten. Wie die Sächsische Zeitung berichtet, seien sich die Oberbürgermeister von Görlitz und Zgorzelec
sowie der Ministerpräsident von Sachsen und der Marschall der Woiwodschaft Niederschlesien darin einig, dass die Züge ab dem Fahrplanwechsel im Dezember wieder rollen sollen. Unabhängig davon
bemüht man sich aber auch, mittelfristig mittels Sondergenehmigung den polnischen Regionalzügen die Einfahrt in den Görlitzer Bahnhof genehmigen zu lassen. Konkreteres wurde bislang allerdings
nicht bekannt, so dass die ca. 3 km zwischen dem Bahnhof Görlitz und dem Haltepunkt Zgorzelec Miasto weiterhin mit dem Stadtbus oder zu Fuß überbrückt werden müssen.
22. April 2015
Die Planungen zum Bau einer Eisenbahn-Neubaustrecke zwischen Dresden und Prag kommen einen Schritt voran. Wie das
Portal Rynek Kolejowy mitteilt, wurde in einer Ausschreibung nun ein Konsortium gefunden, das die geotechnischen Studien für einen solchen Bau vornehmen wird. Mit Förderung der
Europäischen Union in Höhe von knapp 700.000 Euro soll nun eine Machbarkeitsstudie erstellt werden. Die Fahrzeit für die knapp 200 Kilometer lange Strecke könnte durch den Neubau von heute 2
Stunden und 20 Minuten auf etwa 60 Minuten verkürzt werden. Die bisherige Trasse durch das Elbtal ist überflutungsanfällig und lässt keine hohen Geschwindigkeiten zu. Dafür ist sie aber
landschaftlich äußerst reizvoll.
15. April 2015

Nach der letzten Fahrt im planmäßigen Betrieb der Wipperliese in Sachsen-Anhalt (Strecke Klostermannsfeld-Wippra) gab es doch noch eine optimistisch klingende Einigung zur Zukunft der Bahn
in buchstäblich letzter Minute. Zwar sind die Nahverkehrsleistungen der Wipperliese seit dem zweiten Aprilwochenende wegen zu geringer Nachfrage abbestellt, doch soll die Liese künftig im
touristischen Verkehr an Wochenenden und Feiertagen verkehren. Hierüber haben sich Landkreis, Besteller und das Land Sachsen-Anhalt mit dem Betreiber verständigt. Bereits am kommenden Wochenende
sollen die ersten touristischen Fahrten stattfinden. Die kurzfristig zustande gekommene Vereinbarung gilt allerdings zunächst nur bis Ende Mai dieses Jahres.
27. März 2015

DB Regio muss einen weiteren Verlust bei Verkehrsleistungen in Sachsen hinnehmen. Wie der Verkehrsverbund Mittelsachsen (VMS) heute bekanntgeben will, wurde die Ausschreibung zur Erbringung der Nahverkehrsleistungen zwischen Chemnitz und Leipzig ab Dezember dieses Jahres an einen Konkurrenten, nämlich die Mitteldeutsche Regiobahn (MRB) vergeben. Die Anforderungen an die mitbietenden Unternehmen wurden ungewöhnlich niedrig gehalten, um zu erzwingen, dass sich neben der Deutschen Bahn überhaupt ein Mitbewerber um den 10 Jahre laufenden Verkehrsvertrag bemüht, was dem VMS in der Fachwelt Kritik einbrachte. Unter anderem waren nicht einmal klimatisierte Fahrzeuge gefordert, sondern lediglich solche, in denen sich die Fenster öffnen lassen und Zugluft gewährleistet ist. Mit der Entscheidung endet auch der Einsatz der Neigetechnikfahrzeuge (Baureihe 612) zwischen Chemnitz und Leipzig. Bereits vor kurzem war bekannt geworden, dass sich die DB nicht am Ausschreibungsverfahren um das E-Netz Mittelsachsen II (u.a. Dresden-Hof) beteiligt, da sie sich weigert, die Anforderungen des VMS zu erfüllen, wonach der Betreiber seine Fahrzeuge künftig nicht selbst warten darf, sondern zur Zusammenarbeit mit dem Hersteller verpflichtet wird. Damit bleiben der Deutschen Bahn in Chemnitz künftig nur noch die Strecken ihrer Tochtergesellschaft Erzgebirgsbahn übrig.
26. März 2015

Nachdem der Nachtzug zwischen Deutschland und Paris im vergangenen Dezember eingestellt worden ist, reagiert nun die Russische
Eisenbahn RZD und verlegt ab 19. Juni 2015 die Fahrzeiten ihres Nachzuges von Moskau nach Paris so, dass ein Zustieg für Fahrgäste aus Deutschland möglich wird. Der Zug verfügt sogar über
einen polnischen Speisewagen und wird künftig von Berlin (ab 20:00 Uhr) über Erfurt (ab 22:30 Uhr) nach Paris (an 09:00 Uhr) geführt werden. Der mehrmals wöchentlich verkehrende Zug besteht aus
Neubauschlafwagen der Russischen Eisenbahn. Die Rückfahrt ab Paris soll am Abend (20:00 Uhr) erfolgen, Erfurt erreicht der Zug dann gegen 06:30 Uhr, Berlin ca. 09:30 Uhr, bevor die Reise dann
über Warschau wieder zurück nach Moskau geht. Bislang fuhr der Zug in anderer Fahrlage, ein Zustieg in Deutschland war nicht zulässig.
19. März 2015
Einen Überblick zu den geplanten Änderungen und eine persönliche Einordnung finden Sie hier.
18. März 2015
Wie erwartet richtet die Deutsche Bahn den Fernverkehr neu aus. Hintergrund der weitreichenden Änderungen sind die hohen Verluste, die in der Sparte seit der Öffnung des Fernbusmarktes eingetreten sind.
Die wichtigsten Änderungen, die bis 2030 realisiert werden sollen, im Überblick:
Außerdem sollen bereits ab dem nächsten Jahr folgende Neuerungen umgesetzt werden:
Die Bahn wird 12 Milliarden Euro in die Neuausrichtung investieren und damit 50 Millionen Kunden mehr in die Züge bringen. Der geplante Umbau bedeutet nicht weniger als eine Kehrtwende gegenüber der bisherigen Ausrichtung des Konzerns. Wörtlich heißt es in der Mitteilung: "Neu oder wieder angefahrene IC-Halte sind beispielsweise Chemnitz, Cottbus, Fürth, Heilbronn, Potsdam oder Siegen. Weitere 30 Großstädte, darunter Dresden, Magdeburg, Oldenburg (Oldb.), Rostock oder Schwerin, erhalten deutlich verbesserte Fernverkehrsanschlüsse."
17. März 2015

Die Deutsche Bahn reagiert offenbar auf die hohen Verluste im Fernverkehr, die seit Beginn der Liberalisierung im Fernbusmarkt
immer höher ausfallen. So soll der Fernverkehr in ein Kern- und ein Entlastungsnetz eingeteilt werden, ersteres für Knotenpunkte, die im Stundentakt bedient werden, letzteres mit mindestens allen
Großstädten ab 100.000 Einwohnern im Zweistundentakt. Damit müssten auch Chemnitz und Bremerhaven wieder einen Fernverkehrsanschluss erhalten. Außerdem soll die Sitzplatzreservierung auch in der
2. Klasse künftig kostenlos enthalten sein (bislang 4,50 €) und es ist eine zusätzliche BahnCard geplant, die günstiger ist und eine kürzere Laufzeit - unter einem Jahr - hat. Weitere Details
sollen im Laufe der Woche bekanntgegeben werden.
13. März 2015

Der berühmten Schmalspurbahn zwischen Nová Bystřice und Obrataň in Tschechien droht zeitnah die Betriebseinstellung. Die Ende der
1990er Jahre von der Tschechischen Bahn an die private Betreibergesellschaft übergangene JHMD
übergangene Nebenbahn, auf der in den Sommermonaten auch dampflokbespannte Reisezüge verkehren, ist nach eigenen Angaben in finanzielle Schwierigkeiten geraten. In der nächsten Woche soll bei
Verhandlungen mit den Bezirken Hochland und Südböhmen über das weitere Schicksal der Bahn entschieden werden. Mit einer Betriebseinstellung muss nun jederzeit gerechnet werden.
UPDATE Wie Ende März bekannt wurde, haben
sich die beteiligten Akteure nun erfreulicherweise doch noch auf einen Weiterbetrieb einigen können.
9. März 2015

Seit dem Fahrplanwechsel können Alleinreisende in den Nachtzügen zwischen Tschechien und der Slowakei (und zurück) im Schlafwagen auch ein Single-Abteil mit einer Fahrkarte der 2. Klasse benutzen. Bisher war hierfür ein 1. Klasse-Ticket notwendig. Will man ein solches Abteil für sich allein nutzen, wird zur Fahrkarte eine Aufpreis von 49 € fällig. Kombiniert mit dem Europa-Spezial zahlen Sie so von Deutschland aus inkl. Schlafwagen (Single) z.B. ab Usti n.L. bis in die Slowakei zusammen ab 79 € (inklusive Railplus). Günstiger ist es freilich im Double (2er Belegung): hier zahlen Sie inkl. Fahrkarte ab 48,50 € (inklusive Railplus) bis in die Slowakei.
3. März 2015

In zwei Jahren geht das letzte große Schienenverkehrsprojekt der Deutschen Einheit, die Schnellfahrstrecke Berlin-Erfurt-Nürnberg in Betrieb. Die bislang stündlich durch das Saaletal verkehrenden Fernzüge sollen dann auf der Neubaustrecke fahren, Jena und große Teile Ostthüringens würden nicht mehr per ICE oder IC erreicht werden. Dagegen regt sich zunehmend Protest. Bereits ab Dezember dieses Jahres, wenn der Abschnitt Halle/Leipzig-Erfurt eingeweiht wird, muss sich die Stadt Weimar vom Fernverkehr verabschieden. Aber zurück zu Jena: der dortige Haltepunkt Jena Paradies ist nicht nur der einzige ICE-Halt in Deutschland, der im betrieblichen Sinne kein Bahnhof ist. Er sollte - so die Versprechungen damals - einmal zu einem wichtigen Drehkreuz in Europa werden. So jedenfalls liest sich diese lustige Broschüre der DB, die vor 15 Jahren von Hamburg, Stuttgart und gar Budapest fantasierte.
2. März 2015

Im slowakischen Grenzbahnhof Sturovo ist ein Güterzug entgleist. Die internationalen Fernzüge der Relation Hamburg-Berlin-Dresden-Prag-Budapest werden deshalb heute und in den kommenden Tagen umgeleitet. Es kommt zu erheblichen Verspätungen von bis zu 90 Minuten. Fotos vom Unfall gibt es hier.