Meldungen

10.01.2017

Slava Ukraini! - Neuer Zug nach Lemberg und Kiew

Es gibt gute Neuigkeiten für Osteuropa-Freunde. Seit kurzem besteht eine neue Tagesverbindung von der ostpolnischen Grenzstadt Przemyśl über Lemberg in die ukrainische Hauptstadt Kiew. Zum Einsatz kommt ein moderner ukrainischer Intercity-Zug. Ersten Verlautbarungen nach wird die Verbindung in den ersten Wochen bereits sehr gut angenommen. Sie bietet auf dieser Strecke nun eine Ergänzung zum Schlafwagenzug Breslau/Warschau - Lemberg und ermöglicht es nun, bei Abfahrt gegen 15 Uhr in Przemyśl, zu angenehmeren Zeiten in Lemberg anzukommen, nämlich am frühen Abend. Der Zielbahnhof Kiew wird gegen 22:30 Uhr erreicht. Fahrkarten sind an allen polnischen Fahrkartenschaltern zu erwerben.

09.12.2016

Der letzte Zug

DAS ENDE DEUTSCHEr SCHLAF- UND LIEGEWAGEN NACH 100 JAHREN

Schlafwagen 1932 (Quelle: Deutsches Bundesarchiv)
Schlafwagen 1932 (Quelle: Deutsches Bundesarchiv)

An diesem Wochenende fahren zum letzten Mal Nachtreisezüge der Deutschen Bahn. Damit endet ziemlich genau 100 Jahre nach Gründung der MITROPA die Ära deutscher Schlaf- und Liegewagenverbindungen.  Im November 1916 schufen die Eisenbahn-verwaltungen von Deutschland, Österreich und Ungarn die Mitteldeutsche Schlafwagen- und Speisewagen Aktiengesellschaft, um der französisch dominierten Internationalen Schlafwagengesellschaft CWL ein eigenes Angebot für Nachtreisezüge entgegenzusetzen. Neben der Bewirtschaftung von Speisewagen und Gastronomie an Bahnhöfen und Autobahnen bewirtschaftete die MITROPA insbesondere innerdeutsche und internationale Nachtreisezüge. Sie gehörte zu den wenigen Aktiengesellschaften, die sowohl während der DDR fort bestand, als auch die politische Wende von 1989 überlebte und sogar die in Westdeutschland nach dem Krieg gegründete Deutsche Schlafwagen- und Speisewagengesellschaft (DSG) übernahm. Erst 2002 wurde das traditionsreiche Unternehmen zerschlagen und verkauft. Seither waren Bordgastronomie und die Bewirtschaftung der Nachtzüge in den Fernverkehr der Deutschen Bahn integriert. Nach jahrelangem Ausbleiben von Investitionen in den Fahrzeugpark und einer immer größeren Reduzierung der angebotenen Verbindungen vor allem in jüngster Zeit, entschied die Deutsche Bahn, sich ab Ende 2016 aus dem Nachtzugverkehr zurückzuziehen. Mit eigenen deutschen Nachtreisezügen ist es nun also nach einem Jahrhundert vorbei, aber einige Verbindungen werden von den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) und ihrem Schlafwagenbetreiber newrest übernommen. Ein Treppenwitz der Geschichte: ausgerechnet diese Retter des Nachtzugverkehres sind das Nachfolgeunternehmen der einstigen CWL, jenes Unternehmens also, dass bereits seit 1872 existierte und zu dessen Konkurrenz sich vor fast genau 100 Jahren die MITROPA gegründet hatte.

19.11.2016

Der leise Abschied von den Intercity-Bistros

Die Zukunft gehört im Fernverkehr der Deutschen Bahn erklärtermaßen dem ICE. Er wird künftig mit neuen Fahrzeugen, kostenlosem Internet und einem verdichteten Takt die großen Städte miteinander verbinden. Das Zugrestaurant fällt beim ICE 4 künftig zwar etwas kleiner aus, eine Verpflegung an Bord wird aber weiterhin möglich sein, auch im klassischen Sinne an einem Tisch im Speisewagen. Der Intercity-Verkehr hingegen wird in den nächsten Jahren zwar ebenfalls ausgebaut, ein gastronomisches Angebot ist in den neuen IC 2-Zügen jedoch nicht mehr vorgesehen. Lediglich Getränke und kleine Snacks werden auf bestimmten Streckenabschnitten direkt am Sitzplatz verkauft. Umso bedeutender sind für den geneigten Reisenden die noch verblieben Bistro-Wagen auf einigen IC-Linien und bevor sie ganz verschwunden sind, sollte man sie nicht nur wie hier an dieser Stelle würdigen, sondern auch noch einmal besuchen. Eine Übersicht, auf welchen Strecken die seinerzeit für den InterRegio gebauten Wagen auch im kommenden Jahr noch eingesetzt werden, finden Sie hier. Mit der bei Urlaubern beliebten IC-Linie Karlsruhe - Hamburg - Stralsund verschwinden die BordBistros übrigens bereits im Dezember dieses Jahres. Es ist also ein leiser, aber unaufhaltsamer Abschied - genießen Sie ihn noch einmal!

20.10.2016

Vorschau: Fahrplan 2016/2017

Foto: MdE (Wikipedia)
Foto: MdE (Wikipedia)

Ab dem 11. Dezember gilt in Deutschland und bei den meisten europäischen Eisenbahnen ein neuer Fahrplan. Die wesentlichsten Änderungen in Deutschland betreffen den Nachtreiseverkehr, denn die Deutsche Bahn (DB) gibt ihr Angebot Liege- und Schlafwagenzügen bekanntermaßen auf. Auf einigen Relationen übernehmen die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) den Nachtzugverkehr. Unter der Marke "nightjet" werden verschiedene EuroNight-Züge angeboten. Leider wird die BahnCard in diesen Zügen nicht mehr akzeptiert und deutsche Sparpreise sind nur noch für innerdeutsche Abschnitte und übergangsweise erhältlich. Eine Buchung ist sowohl über www.bahn.de, als auch über die Seite der ÖBB möglich. Dennoch gibt es bei der ÖBB spezielle Sparangebote für diese Züge, ein frühzeitiger Kauf der Fahrkarte lohnt sich also. Zum Ausgleich der wegfallenden Verbindungen weitet die DB ihr Angebot an nachts fahrenden IC- und ICE-Zügen aus. Alle wichtigen Änderungen erfahren Sie in folgender Übersicht:

 

Mehr Zugverkehr nach Belgien und in die Niederlande

Das Angebot der ICE von Frankfurt (Main) nach Brüssel und Amsterdam wird auf bis zu sieben Verbindungen täglich ausgeweitet.

 

Mehr Direktverbindungen für einzelne Städte

Münster, Jena und Kiel erhalten einzelne zusätzliche Direktverbindungen nach Berlin, von Ingolstadt zusätzliche Züge nach Frankfurt (Main) und in das Ruhrgebiet.

 

Intercity 2

Der umstrittene Doppelstock-IC wird von der Linie Köln - Norddeich wieder abgezogen. Dafür wird die Linie Dresden - Hannover - Köln auf diesen Zug umgestellt.

 

Schneller nach Paris

Die Reisezeit von Stuttgart und Frankfurt (Main) nach Paris sinkt auf etwa 3 Stunden und 15 Minuten.

 

Ende des DB-Nachtzugverkehrs

Die ÖBB übernehmen einige Strecken (Zürich - Basel - Berlin - Hamburg, Hamburg - Innsbruck und Düsseldorf - Innsbruck), außerdem bleiben die beiden bisherigen ÖBB-Züge Düsseldorf - Wien und Hamburg - Wien erhalten. Der Nachtreiseverkehr nach Polen (Köln - Warschau) und Tschechien (Zürich - Prag) endet ersatzlos. Erhalten bleiben noch die Verbindungen Berlin - Dresden - Budapest/Wien, München - Rom und München - Budapest.

 

Neue IC-/ICE-Nachtverbindungen

Auf den Linien Hamburg - Köln - Basel und Köln - Berlin werden nächtliche IC-Züge verkehren, hinzu kommen weitere zusätzliche IC- und ICE-Verbindungen an bestimmten Tagen. Abends verkehrt ein neuer EuroCity (EC) von Prag nach Leipzig und morgens in Gegegenrichtung, der den bisherigen Nachtzug auf diesem Abschnitt ersetzt.

 

Fahrpreise

Die Flexpreise steigen um 1,9%, die Sparpreise ab 19 Euro sollen weiterhin erhältlich und nun schon 180 Tage im Voraus buchbar sein Die Gebühr für Umtausch oder Erstattung (bei Sparpreisen nur möglich bis 1 Tag vor dem 1. Geltungstag) wird angehoben. Beim Sparpreis Europa Österreich, Schweiz, Italien und Belgien entfällt die Vorkaufsfrist. Es wird eine neue, vergünstigte BahnCard für Senioren angeboten.

 

Zusammenfassung

Der diesjährige Fahrplanwechsel ist - von der Einstellung des Nachtreiseverkehrs abgesehen - recht unspektakulär. Größere Änderungen wird es erst Ende nächsten Jahres geben, wenn sich durch die Inbetriebnahme der Neubaustrecke Erfurt - Nürnberg erhebliche Änderungen im deutschen Fernverkehrsnetz ergeben werden.

27.09.2016

Abschied von den Karlsruher Köpfen

Foto: Christian Liebscher (Wikipedia)
Foto: Christian Liebscher (Wikipedia)

Nach fast 60 Jahren werden in diesen Tagen die Steuerwagen "Karlsruher Köpfe" ausgemustert. Die dreizehnte Entwicklungsvariante der so genannten "Silberling"-Steuerwagen wurden einst in Karlsruhe gebaut und sorgten im Nahverkehr über ein halbes Jahrhundert zuverlässig dafür, dass bei Fahrtrichtungsänderungen keine Lokwechsel mehr durchgeführt werden mussten. Vom Führerstand aus konnte die hinten am Zug befindliche Lokomotive gesteuert werden. Nun verabschieden sich die letzten verbliebenen "Karlsruher Köpfe" in den Ruhestand, die auch noch vom Verfasser dieser Zeilen bedient wurden. Nach einer Sonderfahrt von Ulm nach Crailsheim am 30.09.2016 wird ein Exemplar in das DB Museum in Nürnberg übergeben.

17.08.2016

Nachtzug-Konzept der ÖBB vorgestellt

Nachtzug der ÖBB (Foto: NAC/Wikipedia)
Nachtzug der ÖBB (Foto: NAC/Wikipedia)

Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) haben ihr Konzept für den Betrieb von Nachtreisezügen von und nach Deutschland ab dem kommenden Fahrplanwechsel im Dezember vorgestellt. Demnach kommen zu den bereits bislang betriebenen zwei Linien noch vier Verbindungen hinzu, womit wenigstens ein Teil der wegfallenden DB-Relationen durch die Österreicher aufgefangen werden. Die Deutsche Bahn hatte sich entschieden, das Nachtzuggeschäft Ende dieses Jahres einzustellen. Künftig werden nun noch folgende Verbindungen angeboten:

 

  • Zürich - Basel - Berlin - Hamburg
  • Wien - Passau - Hamburg
  • Wien - Passau - Düsseldorf
  • Innsbruck - Kufstein -München - Hamburg
  • Innsbruck - Kufstein - München - Düsseldorf
  • München - Salzburg - Verona - Rom

 

Außerdem bleiben wohl die beiden ungarischen Nachtzüge erhalten:

 

  • Berlin - Dresden - Prag - Budapest/Wien
  • München - Budapest

 

Auch zu den Fahrpreisen gibt es bereits Informationen. Sie können für die ÖBB-Züge hier eingesehen werden.

26.07.2016

Tarifliche Änderungen bei der Deutschen Bahn

ICE in Frankfurt (M)
ICE in Frankfurt (M)

Im August gibt es bei der Deutschen Bahn (DB) einige tarifliche Änderungen. Zum einen wird auf den beiden Schnellfahrstrecken Frankfurt (M) - Köln und Nürnberg - München versuchsweise ein so genannter "differenzierter Flexpreis" eingeführt. Das bedeutet, dass der Normalpreis auf diesen Strecken künftig je nach Wochentag unterschiedlich viel kostet. 

 

Zum zweiten sind Sparpreise künftig nicht mehr am 1. Geltungstag selbst erstattbar, sondern nur noch bis einen Tag vor Reisebeginn. Das Angebot der besonders günstigen 19-Euro-Sparpreise (nur gültig in reinen Fernverkehrsverbindungen) wird zudem bis September verlängert. Zudem gibt es allgemein bei Sparpreisen künftig neue und noch mehr Rabattstufen und sie werden bereits deutlich frühzeitiger zu erwerben sein.

 

Sitzplatzreservierungen können künftig einmal kostenlos umgetauscht werden. Die BahnCard 50 wird dauerhaft mit den Sparpreisen kombinierbar sein. Des weiteren wird eine neue, günstigere BahnCard speziell für Senioren eingeführt.

 

Last but not least wird der Kauf von Fahrkarten in Fernverkehrszügen deutlich teurer. Künftig sind hier pro Ticket 12,50 € Bordpreis zusätzlich zum Fahrkartenwert zu berappen.

31.05.2016

ÖBB rettet ab Dezember einige Nachtzüge

Foto: Nordlicht8, Wikipedia
Foto: Nordlicht8, Wikipedia

Die Deutsche Bahn (DB) zieht sich wie bereits angekündigt ab Dezember komplett aus dem Verkehr mit Nachtreisezügen zurück und gibt diese vollständig auf. Damit entfallen wichtige und gut genutzte Verbindungen wie Zürich - Prag/Berlin, Zürich - Amsterdam, Köln - Warschau und Köln - Prag. Auf einigen Relationen werden künftig nächtliche IC- oder ICE-Züge eingesetzt, auf anderen - wie z.B. von Leipzig nach Prag, wird die DB künftig Fernbusse einsetzen. Einen Hoffnungsschimmer gibt es für andere Nachtzugstrecken. So werden die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) den Betrieb mit Nachtreisezügen auf folgenden Verbindungen übernehmen und ab dem Fahrplanwechsel im Dezember anbieten:

  • Düsseldorf - München - Innsbruck
  • Hamburg - München - Innsbruck
  • Hamburg - Berlin - Erfurt - Frankfurt - Zürich

 

Erhalten bleiben des weiteren die bisherigen von der ÖBB bereits angebotenen Strecken:

  • Hamburg - Wien
  • Düsseldorf - Wien

 

Außerdem wird voraussichtlich der von der ungarischen Eisenbahn betriebene EuroNight METROPOL von Berlin nach Budapest und Wien erhalten bleiben. Noch ungeklärt ist dagegen bislang die Zukunft der Verbindungen von München nach Italien und Kroatien, auch hier fährt die DB bereits jetzt schon in Konkurrenz zu ihren eigenen Zügen mit Nachtbussen.

 

20.03.2016

Neu: BahnCard 50 Sparpreis und Sieger BahnCard

ICE in Leipzig Hbf
ICE in Leipzig Hbf

 Ab April kommen auch Inhaber einer BahnCard 50 in den Genuss der Sparpreis-Buchung bei der Deutschen Bahn. Dafür wird ein neuer Tarif geschaffen, der BahnCard 50 Sparpreis. Es werden 25% Rabatt auf den Flexpreis gewährt, wenn man sich auf Reisetag und Zug festlegt. Im Gegensatz zum "normalen" Sparpreis ist allerdings ausschließlich die Nutzung von Fernverkehrszügen gestattet, ein Vor- und Nachlauf im Nahverkehr ausgeschlossen. 

 

Außerdem wird zur Fußball-EM im Sommer eine "Sieger BahnCard" angeboten. Sie muss im Zeitraum Mai bis Juni gekauft werden und gilt dann für drei Monate. Sie ist als BahnCard 25 und 50 erhältlich. Wer beim Kauf den späteren Gewinner der Fußball-EM korrekt tippt, fährt im gesamten Monat August kostenlos im Fernverkehr der Deutschen Bahn. Die Sieger BahnCard verlängert sich ohne Kündigung automatisch und wird zur normalen BahnCard im Abo. Sie kostet 19 (2. Kl.) bzw. 39 Euro (1. Kl) als BahnCard 25 und 79 (2. Kl.)  bzw. 159 Euro (1. Kl.) als BahnCard 50.

07.03.2016

Sachsen ab Dezember voraussichtlich ohne Nachtzugverkehr

Nachtzug Zürich - Prag in Leipzig Hbf
Nachtzug Zürich - Prag in Leipzig Hbf

Wie die tschechische Eisenbahngesellschaft ČD mitteilt, werden die Nachtzüge von Prag nach Köln und Zürich über Dresden bzw. Berlin zum Fahrplanwechsel im Dezember eingestellt. Hintergrund ist, dass die Deutsche Bahn Ende des Jahres ihr Nachtzugangebot vollständig aufgibt. Damit verliert Sachsen seine beiden verbliebenen CityNightLine-Verbindungen. 

 

 

05.02.2016

Neues von Der Deutschen Bahn

Auslaufmodell: der Nachtzug in Deutschland
Auslaufmodell: der Nachtzug in Deutschland

Es gibt ein paar Neuigkeiten vom größten deutschen Eisenbahnanbieter. Die Deutsche Bahn teilt unter andeem mit, dass die Intercity-Linie Dresden - Leipzig - Hannover - Köln nicht wie geplant in wenigen Tagen auf die neuen Doppelstock-IC umgestellt wird. Der IC-2 soll hier erst später fahren, möglicherweise sogar erst ab Fahrplanwechsel im Dezember. Grund sind anhaltende technische Probleme u.a. mit der Türsteuerung und dem so genannten Wanken der Wagen während der Fahrt. Auch auf anderen Linien wird sich die einführung verschieben.

 

Tariflich erfreulich ist eine Neuauflage des "Sparpreis Aktion". Ab 12.02.2016 kann man wieder Fernverkehrstickets für 19 € (mit Bahncard 25: 14,25 €) erwerben, die Fahrkarte gelten jedoch ausschließlich in Fernverkhrszügen der DB und im IC Bus.

 

Außerdem wurde nun offiziell das Ende der Nachtzüge der Deutschen Bahn zum Fahrplanwechsel im Dezember bekannt gegeben. Die Marke CNL verschwindet dann ebenso, wie fast alle Nachtzugverbindungen in Deutschland. Lediglich für die Verbindung vom Amsterdam nach Zürich gibt es noch Hoffnung, außerdem verbleiben der von der ungarischen Bahn betriebene Zug von Berlin nach Budapest und die beiden ÖBB-Verbindungen von Hamburg und Düsseldorf nach Wien. Für Prag - Dresden - Zürich, Köln - Warschau und alle anderen derzeit noch verkehrenden Nachtzüge hat wohl das letzte Stündlein geschlagen.

24.01.2016

Zugverkehr in Sachsen steht vor massiven Einschnitten

Neustadt in Sachsen - u.a. hier könnte bald kein Zug mehr fahren
Neustadt in Sachsen - u.a. hier könnte bald kein Zug mehr fahren

Der Schnienenpersonennahverkehr (SPNV) in Sachsen steht offenbar vor massiven Einschnitten. Laut einem Bericht der Dresdner Neuesten Nachrichten stehen dem Bundesland durch die Neuverteilung der Regionalisierungsmittel (also der Zuschüsse des Bundes an die Länder zur Bestellung von Nahverkehrsleistungen) bis 2030 rund 1 Milliarde Euro weniger zur Verfügung. Zwar wird im Bundesrat noch über die genaue Höhe und Verteilung der Mittel gerungen, allerdings scheint sich Sachsen bereits seinem Schicksal zu ergeben, statt alles zu unternehmen, um die Kürzungen zu verhindern.

 

So berichtet der sächsische Verkehrsminister Dulig von einer Neuausrichtung des ÖPNV: „Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion um die Neuverteilung der Mittel wird deutlich, dass der ÖPNV auch in Sachsen vor Veränderungen steht. Wir müssen den ÖPNV neu denken. Dies kann auch bedeuten, dass bestehende unrentable Bahnverbindungen zugunsten eines attraktiveren und wirtschaftlicheren Busverkehrs durch die Zweckverbände abbestellt werden. ÖPNV bedeutet nicht zwingend SPNV. Beispiele zeigen, dass dadurch ländliche Regionen besser angebunden werden und eine bessere Taktung erreicht werden kann.“

 

Sollten die drastischen Kürzungen nicht verhindert werden können, gelten Abbestellungen als unausweichlich. So könnten insbesondere zwischen Pirna und Sebnitz sowie von Aue nach Thalheim schon bald keine Züge mehr fahren. Vor allem im Erzgebirge sind noch weitere Strecken von der Einstellung des Reisezugverkehres bedroht. Auch die Verbindungen Görlitz − Hoyerswerda und Chemnitz − Elsterwerda gelten als mögliche Kandidaten, wenn die erforderlichen Einsparungen umgesetzt werden müssen.

 

Kritiker sehen ein grundsätzliches Versagen in der Verkehrspolitik des Freistaates. So wurden bislang die Regionalisierungsmittel nicht in vollem Umfang für den bestimmten Zweck eingesetzt, sondern etwa auch der Schülerverkehr aus diesen Mitteln finanziert. Außerdem ergeben sich durch Streckenstillegungen und Umstellung auf Busverkehre häufig keine attraktiven Fahrtangebote mehr, die Menschen vom Auto weglocken. Auch die Tatsache, dass sich Sachsen fünf verschiedene Besteller von ÖPNV-Leistungen gönnt und diesen somit nicht aus einem Guss in einem durchdachten Gesamtkonzept anbieten kann, gilt als unwirtschaftlich und nicht mehr zeitgemäß.

04.01.2016

Sachsen-Ticket Soll ab April im ganzen VVO gelten

Das Sachsen-Ticket, im Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) bisher nur in Zügen der Deutschen Bahn gültig, soll ab April in allen Verkehrsmitteln, also auch in Bussen und Straßenbahnen anerkannt werden. Das Angebot gilt in allen Zügen des Nahverkehrs und bereits in vielen anderen Verkehrsmitteln der einzelnen Verbünde in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Es ist in Varianten von einer bis fünf Personen erhältlich und gilt Montags bis Freitags ab 9 Uhr, an Wochenenden und Feiertagen ganztägig für beliebig viele Fahrten im Geltungsraum.

19.12.2015

Deutsche Bahn will NAchtzüge bereits Mitte 2016 aufgeben

Nun soll alles ganz schnell gehen. Nach übereinstimmenden Medienberichten, u.a. der Zeitschrift "Wirtschaftswoche", will die Deutsche Bahn  (DB) ihren Nachtzugverkehr bereits Mitte des kommenden Jahres aufgeben. Man stehe aber in Verhandlungen mit der Österreichischen Bundesbahn (ÖBB), welche zumindest einige Verbindungen übernehmen könnte. Die DB betreibt derzeit unter dem Markennamen CityNightLine (CNL) zehn Linien mit Sitz- bzw. Ruhesesselwagen sowie Liege- und Schlafwagen. In den vergangenen Jahren unterlag das Nachtzugangebot der DB bereits zahlreichen Anpassungen und Einsparungen. So wurden Linien gestrichen oder Verbindungen zusammengeführt, der Markenname und das Preissystem häufig geändert, seit Mitte 2014 hatte man dann die Speisewagen abgeschafft.

 

Folgende Linien sind von den Plänen betroffen, welche letztlich von der ÖBB übernommen werden, ist noch nicht bekannt:

  • Amsterdam - Zürich
  • Amsterdam - München/Innsbruck
  • Hamburg - Zürich
  • Hamburg - München/Innsbruck
  • Binz/Berlin - Zürich
  • Prag - Zürich
  • München - Rom
  • München - Venedig
  • München - Mailand
  • Prag - Köln

 

Folgende Linien werden bereits von europäischen Partnerbahnen betrieben und fallen nicht unter die von der DB unter dem Namen CNL angebotenen Züge:

  • Berlin - Budapest/Wien
  • Hamburg - Wien
  • Düsseldorf - Wien
  • München - Budapest
  • München - Zagreb
  • Paris - Moskau
  • Köln - Warschau

 

Mit dem nun angekündigten Schritt trennt sich die Bahn von einem nach eigenen Angaben nicht mehr wirtschaftlich vertretbarem Geschäft. Kritiker bemängeln allerdings, dass dringend notwendige Modernisierungsmaßnahmen beim Wagenmaterial vernachlässigt und keine zukunftsfähigen Pläne für den Nachtreiseverkehr entwickelt wurden. Die DB will als Ersatz für die Nachtzüge künftig verstärkt nachts verkehrende ICE-Züge anbieten.

14.12.2015

Nur für kurze Zeit: Das "DB-GEschenk-Ticket"

Die Deutsche Bahn bietet für kurze Zeit ein interessantes Angebot zur Weihnachtszeit an. Mit dem so genannten Geschenk-Ticket zum Preis von 55 € (2. Klasse) bzw. 75 € (1. Klasse) kann man im Zeitraum vom 4. Januar bis 17. März 2016 zwei beliebige, einfache Fahrten mit allen Zügen der DB innerhalb Deutschlands zurücklegen. Lediglich freitags darf nicht gefahren werden. Eine Zugbindung besteht nicht, eigene Kinder und Enkelkinder bis einschließlich 14 Jahren fahren kostenlos mit. Das Geschenk-Ticket ist nur vom 16. bis 19.12.2015 online (zzgl. Versandpauschale) und am Fahrkartenschalter erhältlich. Weitere Informationen erhalten Sie hier.

08.12.2015

Bahnverbindung Dresden - Görlitz - Breslau ist zurück

Zug aus Dresden im Bahnhof von Breslau
Zug aus Dresden im Bahnhof von Breslau

Mit dem Fahrplanwechsel am kommenden Sonntag werden wie berichtet die drei Direktzüge von Dresden nach Breslau wieder eingeführt. Zudem wird es zahlreiche zusätzliche Verbindungen von Görlitz nach Polen (Kohlfurt und Hirschberg) und zurück geben. Damit entstehen zusätzliche Fahrtmöglichkeiten auch innerhalb der Europastadt Görlitz/Zgorzelec. Zudem bieten sich dadurch über die Direktzüge hinaus zusätzliche Umsteigeverbindungen zwischen Dresden und Breslau. Auch ein Spezial-Ticket wird es wieder geben. Es gilt zur Hin- und Rückfahrt von der sächsischen Landeshauptstadt in die künftige Kulturhauptstadt Europas, ist 14 Tage lang gültig und kostet 33 Euro für Einzelreisende, 69 Euro für Familien und 89 Euro für Gruppen bis 5 Personen.

 

Alle Fahrtmöglichkeiten finden Sie hier.

 

Außerdem sei noch auf folgende Aktion der Initiative Deutsch-poln. Schienenpersonenverkehr verwiesen:

 

Zum Fahrplanwechsel am 13.12.2015 lädt sie ein, mit der Bahn nach Wrocław bzw. nach Dresden zu fahren – oder zumindest die An- und Abreisenden am Bahnhof zu empfangen bzw. zu verabschieden.

 

Dresden-Wrocław:

Wir werden um 8.35 Uhr vom Dresdner Hauptbahnhof nach Wrocław aufbrechen – dies ist eine der ersten neuen Umsteigeverbindungen über Görlitz (an 10.15/ ab 10.34 Uhr) und Węgliniec (an 11.03/ ab 11.13 Uhr). Bei einer Ankunft in Wrocław um 13 Uhr bleibt ausreichend Zeit für einen Besuch auf dem Weihnachtsmarkt und eine kleine Stadtbesichtigung. Eine Rückfahrt mit der Direktverbindung ist dann um 18.08 Uhr möglich, Ankunft in Dresden ist gegen 22 Uhr.

 

Wrocław-Dresden:

Der erste Direktzug fährt um 6.06 Uhr ab Wrocław Główny. Bei einer Ankunft in Dresden um 10 Uhr steht der ganze Sonntag zur Verfügung – z.B. für einen Besuch auf dem Striezelmarkt oder eine Stadtbesichtigung. Eine Rückfahrt mit der Direktverbindung ist um 18.08 Uhr möglich, mit Ankunft in Wrocław gegen 22 Uhr.

15.10.2015

Fahrplanvorschau Sachsen 2015/16

Der Fahrplanwechsel im Dezember bringt für Sachsen wieder einige Änderungen. Hauptgrund hierfür ist die Inbetriebnahme der Neubaustrecke Halle/Leipzig - Erfurt. Die wichtigsten Neuerungen habe ich für Sie im folgenden Überblick zusammengefasst:

 

Hamburg - Berlin - Dresden - Prag

  • weiterhin 2h-Takt zwischen Berlin und Prag, einzelne Züge von/nach Hamburg, ein Zug neu von/nach Kiel, aber nur noch 1 Zugpaar von/nach Budapest
  • Wegfall Direktverbindung Prag - Dresden - Stralsund - Binz
  • eine zusätzliche Verbindung von/nach Prag mit Fahrradmitnahmemöglichkeit

 

Berlin - Halle (Saale)/Leipzig - Erfurt/Nürnberg - München

  • die stündlich verkehrenden ICE-Züge Berlin -Nürnberg - München werden nahezu durchgehend über Leipzig geführt, dafür neu: ICE-Züge Berlin - Halle (Saale) - Erfurt (- Frankfurt (Main)), allerdings mit Taktlücken

 

Dresden - Leipzig - Erfurt - Frankfurt (Main)

  • Wiedereinführung eines sauberen 2h-Taktes mit ICE zwischen Dresden und Wiesbaden über Frankfurt (M) Hbf und Frankfurt (M) Flughafen, Fahrzeitverkürzung um bis ca. 50 Minuten
  • die Halte in Naumburg und Weimar entfallen wegen Nutzung der Neubaustrecke

 

Dresden - Leipzig - Halle (Saale) - Magdeburg - Hannover - Köln

  • 2h-Takt mit IC-Zügen ohne nennenswerte Änderungen, ab vsl. März 2016 Einsatz der neuen IC-Doppelstockzüge auf dieser Linie, der Halt in Köthen entfällt

 

Nachtreiseverkehr

  • die Nachtzugverbindungen ins Ruhrgebiet (neuer Endpunkt Köln Hbf), nach Zürich und Budapest (mit Kurswagen nach Wien) bleiben unverändert erhalten

 

Nahverkehr

  • weitgehend unverändertes Angebot, Einstellung des Reisezugverkehrs im Abschnitt Meißen Triebischtal - Nossen - Döbeln
  • neue Anbieter im Nahverkehr: Chemnitz - Leipzig (Mitteldeutsche Regiobahn, Einsatz von Abteilwagen, disellokbespannte Züge) und Dresden - Chemnitz - Hof sowie Chemnitz - Riesa - Elsterwerda (MItteldeutsche Regiobahn, ab Juni 2016)

07.10.2015

Neues 10er-Ticket nach Prag ab sofort erhältlich

Prag, Hauptbahnhof
Prag, Hauptbahnhof

Der Tarifdschungel wird ein wenig dichter. Wem ein Prag-Besuch zu wenig ist, der kann ab sofort das 10er-Ticket Prag erwerben. Ab Dresden sind 99 € fällig, von Berlin aus 199 €. Dafür können 10 Fahrten (nur!) in IC/EC-Zügen eingetragen werden, das ganze ist zwei Monate gültig. Eine Zugbindung gibt es nicht, zwei Personen dürfen nicht auf einer Fahrkarte reisen. So sind zu Beispiel ab Dresden immerhin 5 Prag-Besuche zu je 9 € pro Fahrt möglich, was noch unter dem Preis des Sparpreises von 14,25 € mit BahnCard liegt. Das neue Ticket ist am Automaten und Fahrkartenschalter erhältlich und muss unterschrieben werden.

02.10.2015

Fahrplanvorschau Fernverkehr Polen

EIP-Zug in Krakau
EIP-Zug in Krakau

Der polnische Fernverkehrsanbieter PKP IC hat seine Planungen für den kommenden Fahrplan 2015/16 veröffentlicht. Neu sind unter anderem eine EIP-Verbindung bis Jelenia Góra, ein Stundentakt zwischen Poznań und Wrocław sowie eine saisonale Schlafwagenverbindung von Szczecin nach Masuren. Außerdem soll der Ukraine-Verkehr durch zwei neue Tageszüge Przemyśl - Lviv ausgebaut werden. Zudem wird es einen neuen EuroCity von Warszawa nach Budapest geben. Weiterhin gibt es Planungen für einen Direktzug von Piła über die Ostbahn nach Berlin, es wird sich aber erst noch zeigen, ob dieser tatsächlich realisiert wird.

11.09.2015

Züge Dresden-Breslau sollen ab Dezember wieder rollen

Dresden-Wroclaw-Express
Dresden-Wroclaw-Express

Nach der Einstellung des Zugverkehrs zwischen Dresden und Breslau Ende Februar dieses Jahres gibt es nun wieder konkrete Zeichen der Hoffnung für die Bahnverbindung zwischen der sächsischen Landeshauptstadt und der Kulturhauptstadt Europas des kommenden Jahres. Ab Dezember soll es wieder drei Direktzüge von Dresden über Görlitz nach Breslau und zurück geben. Zusätzlich sollen einige polnische Regionalzüge von Zgorzelec aus weiter über die Neiße bis in den Bahnhof Görlitz durchgebunden werden. Dies sind die heutigen Ergebnisse eines deutsch-polnischen Bahngipfels. Die Verbindung war im Frühjahr aus finanziellen Nöten auf polnischer Seite überraschend und kurzfristig eingestellt worden. Seither fand zwischen Görlitz und Zgorzelec kein Reisezugverkehr statt.

09.09.2015

Bald Speisewagen aus vier Nationen zwischen Dresden und Berlin

Berlin-Waschau-Express in Berlin, Foto: Jivee Blau (Wikipedia)
Berlin-Waschau-Express in Berlin, Foto: Jivee Blau (Wikipedia)

Eine kulinarisch interessante Situation entsteht ab Dezember im Zugverkehr zwischen Dresden und Berlin. Umlaufbedingt wird ein Intercity auf diesem Streckenabschnitt mit Wagenmaterial der polnischen Eisenbahn gefahren (Zug des Berlin-Warschau-Expresses), wodurch ein polnischer Speisewagen bis an die Elbe gelangt. Es ist dann also möglich, durch mehrfaches Hin- und Herfahren zwischen Dresden und Berlin die Speisewagen von vier Eisenbahngesellschaften zu erleben. Das Bistro der Deutschen Bahn im morgendlichen Intercity nach Hamburg, einen ungarischen Speisewagen im EuroCity Hamburg - Budapest, ein tschechisches Zugrestaurant in den EC-Zügen zwischen Berlin und Prag und eben den polnischen Bistrowagen aus dem Berlin-Warschau-Express. Guten Appetit.

17.08.2015

Schlafwagen-Direktverbindung PraG - Kiew geplant

Schlafwagenzug in Lviv (Lemberg)
Schlafwagenzug in Lviv (Lemberg)

Wie aus noch nicht endgültigen Zugbildungsplanungen der Tschechischen Eisenbahnen hervorgeht, wird ab dem kommenden Fahrplanwechsel im Dezember neu eine Kurswagenverbindung von Prag direkt nach Lemberg und Kiew eingerichtet werden. Demnach soll am EuroNight (EN) 442/443 ein Schlafwagen eingereiht sein, der über das slowakische Košice und Čierna nad Tisou in die Ukraine geführt wird. Der Zug wird Prag voraussichtlich 23:09 Uhr verlassen und Lemberg am darauffolgenden Abend sowie Kiew am übernächsten Morgen erreichen. Bislang existiert eine solche Kurswagenverbinung ab dem slowakischen Bratislava.

31.07.2015

Kahlschlag bei der polnischen Eisenbahn geht rasant weiter

Regionalzug in Polen
Regionalzug in Polen

Nachdem bereits der polnische Fernverkehrsanbieter PKP Intercity (PKP-IC) einen dramatischen Verlust an Fahrgästen eingestehen musste und die Einstellung der angeblich unrentablen TLK-Züge ankündigte, setzt sich der Kahlschlag im polnischen Eisenbahnwesen auch beim Nahverkehrs-anbieter Przewozy Regionalne (PR) fort. Wie das Unternehmen mitteilte, werden kurzfristig zum Ende des Monats August sämtliche Züge der Gattungen Regioekspres (RE) und Interregio (IR) sowie die Interregio-Busse ersatzlos gestrichen. Davon betroffen sind nicht nur verbliebene Langläufer wie die Verbindungen Jelenia Góra-Olsztyn und Szczecin-Warszawa, sondern auch die grenzüberschreitenden Züge von Frankfurt (Oder) nach Poznań. Kurz vor den polnischen Parlamentswahlen erscheint die künftige Ausrichtung der polnischen Eisenbahn damit einmal mehr ungeklärt. Auch die Rückkehr zu in der Vergangenheit aufgegebenen Verbindungen wie die der Züge Dresden-Wrocław rückt mit der beschriebenen Entwicklung wohl in weite Ferne. 

24.06.2015

Neues Regio120-Ticket ab Juli in Mitteldeutschland

S-Bahn Dresden, Foto: Norbert Kaiser (Wikipedia)
S-Bahn Dresden, Foto: Norbert Kaiser (Wikipedia)

Die Deutsche Bahn überrascht mit einem neuen Nahverkehrsangebot in Mittel-deutschland. Ab 1. Juli ist das Regio120-Ticket erhältlich. Es gilt Montag bis Freitag ab 9 Uhr und an Wochenenden und Feiertagen ganztägig für eine Person für eine einfache Fahrt in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen und kostet 15 Euro. Ist die zurückgelegte Strecke länger als 120 km, kann man für 18 Euro das Regio120plus-Ticket erwerben. Das Angebot gilt nur in Nahverkehrszügen der Deutschen Bahn (S, RB, RE) und bei einigen anderen Anbietern wie der Süd-Thüringen-Bahn oder der Erfurter Bahn, nicht aber zum Beispiel im Trilex. Eigene Kinder bis einschließlich 14 Jahren können kostenlos mitgenommen werden. Insbesondere für Einzelreisende ohne Bahncard ist das neue Angebot auf bestimmten Relationen eine echte Verbesserung und eine Alternative zu den bestehenden Fernbus-Angeboten. Alle weiteren Informationen finden Sie hier.

22. Juni 2015

weitere Verschlechterungen im Osteuropa-Verkehr geplant

Neue Mehrsystemlok von Škoda (Foto: Mgr. Jaroslav Charvát)
Neue Mehrsystemlok von Škoda (Foto: Mgr. Jaroslav Charvát)

Die internationale Zugverbindung zwischen Hamburg, Berlin, Dresden und Tschechien/Ungarn steht erneut vor wichtigen Veränderungen. Zum Fahrplanwechsel im Dezember sollen nahezu alle Züge dieser Relation in Prag gebrochen werden. Zwar kommen ab diesem Zeitpunkt die neuen Mehrsystemlokomotiven der ČD-Baureihe 380 zum Einsatz, was u.a. den Lokwechsel in Dresden abschaffen wird, Wermutstropfen wird aber sein, dass bis auf den EC HUNGARIA (Hamburg-Budapest) und den Nachzug METROPOL (Berlin-Budapest) künftig alle Züge aus Deutschland in Prag enden werden. Nach der Einstellung des Direktzuges Hamburg-Wien im vergangen Jahr stellt dies eine weiter Verschlechterung im Osteuropa-Verkehr dar, zumindest für Kunden, denen umsteigefreie Verbindungen wichtig sind. Auch die beiden derzeit verkehrenden Zugpaare an die Ostsee (nach Warnemünde bzw. Stralsund/Binz) werden voraussichtlich nicht fortgeführt. Allerdings wird es einen Umlauf mehr mit der Möglichkeit der Fahrradmitnahme bis Prag geben und eine Tagesrandverbindung wird wohl über Hamburg hinaus nach Lübeck durchgebunden werden.

13. Juni 2015

Sparpreis-Sommer bei der Bahn: für nur 19 Euro durch Deutschland

Dresden Hbf, ein ICE wird bereitgestellt
Dresden Hbf, ein ICE wird bereitgestellt

Die Deutsche Bahn offeriert für den vor uns liegenden Sommer ein neues Angebot. Zum Preis von nur 19 Euro (mit Bahncard 25 nur 14,25 €) können preisbewusste Kunden im ICE und IC/EC zwischen zwei Fernverkehrs-bahnhöfen reisen. Das Angebot gilt:

  • vom 15.06. bis 31.10.2015
  • nur in Fernverkehrszügen (ICE, IC, EC)
  • nur in der 2. Klasse.


Es ist nur erhältlich, solange der Vorrat reicht, ab 100 km Streckenlänge gibt es für Bahncard-Besitzer auch wie gewohnt die "City-Option" zur An-/Abreise im ÖPNV am Start und Ziel. Eigene Kinder und Enkelkinder können bei Eintragung auf der Fahrkarte kostenlos mitreisen. Hier gibt es (demnächst) weitere Informationen. Buchungen sind ab 14.06.2015, 5 Uhr online möglich.

8. Juni 2015

MRB gewinnt Ausschreibung in Mittelsachsen

Chemnitz Hbf, Foto: Falk2 (Wikipedia)
Chemnitz Hbf, Foto: Falk2 (Wikipedia)

Die Mitteldeutsche Regiobahn (MRB) hat die wichtige Ausschreibung für das Elektronetz Mittelsachsen gewonnen. Das Tochter-unternehmen der Transdev GmbH wird ab Juni 2016 den Personennahverkehr auf den Strecken Dresden-Chemnitz-Zwickau-Hof und Chemnitz-Riesa-Elsterwerda für eine Laufzeit von 14 Jahren betreiben. Zum Einsatz kommen neue Elektrotriebwagen vom Typ Coradia Continental von Alstom. Die MRB löst damit wie auch schon auf der Strecke Chemnitz-Leipzig (bereits ab Dezember dieses Jahres) die DB Regio auf wichtigen Eisenbahnstrecken in Sachsen ab.

5. Juni 2015

Sommerfahrkarte: Zwei Wochen Tschechien für sehr wenig Geld

Usti n.l. hl.n.
Usti n.l. hl.n.

Auch in diesem Jahr bieten die Tschechischen Bahnen wieder eine Sommerfahrkarte an. Im Zeitraum 1. Juli bis 31. August können an 14 aufeinanderfolgenden Tagen alle Züge der ČD beliebig genutzt werden. Das Angebot Jízdenka na léto kostet 43 bzw 36 Euro (mit In Karta) und kann ab dem 8. Juni online gekauft werden. Der Autor dieser Zeilen beabsichtigt das Angebot auf jeden Fall zu nutzen und wird zu gegebener Zeit auf diesen Seiten von dem Erlebten berichten.

27. Mai 2015

vorerst nur vage Hoffnungen für Bahnverbindung Dresden-Breslau

Haltepunkt Zgorzelec Miasto
Haltepunkt Zgorzelec Miasto

Drei Monate nach der überraschenden Einstellung der direkten Zugverbindung zwischen Dresden und Breslau bemühen sich Politiker auf Lokal- und Landesebene um eine Wiederaufnahme oder wenigstens um alternative Reisemöglichkeiten. Wie die Sächsische Zeitung berichtet, seien sich die Oberbürgermeister von Görlitz und Zgorzelec sowie der Ministerpräsident von Sachsen und der Marschall der Woiwodschaft Niederschlesien darin einig, dass die Züge ab dem Fahrplanwechsel im Dezember wieder rollen sollen. Unabhängig davon bemüht man sich aber auch, mittelfristig mittels Sondergenehmigung den polnischen Regionalzügen die Einfahrt in den Görlitzer Bahnhof genehmigen zu lassen. Konkreteres wurde bislang allerdings nicht bekannt, so dass die ca. 3 km zwischen dem Bahnhof Görlitz und dem Haltepunkt Zgorzelec Miasto weiterhin mit dem Stadtbus oder zu Fuß überbrückt werden müssen.

22. April 2015

machbarkeitsstudie für Neubaustrecke Dresden-Prag geplant

Königstein, Foto: Henry Mühlpfordt
Königstein, Foto: Henry Mühlpfordt

Die Planungen zum Bau einer Eisenbahn-Neubaustrecke zwischen Dresden und Prag kommen einen Schritt voran. Wie das Portal Rynek Kolejowy mitteilt, wurde in einer Ausschreibung nun ein Konsortium gefunden, das die geotechnischen Studien für einen solchen Bau vornehmen wird. Mit Förderung der Europäischen Union in Höhe von knapp 700.000 Euro soll nun eine Machbarkeitsstudie erstellt werden. Die Fahrzeit für die knapp 200 Kilometer lange Strecke könnte durch den Neubau von heute 2 Stunden und 20 Minuten auf etwa 60 Minuten verkürzt werden. Die bisherige Trasse durch das Elbtal ist überflutungsanfällig und lässt keine hohen Geschwindigkeiten zu. Dafür ist sie aber landschaftlich äußerst reizvoll.

15. April 2015

Wipperliese wippert vorerst touristisch weiter

Wipperliese, Foto: Busbahnhof (Wikipedia)
Wipperliese, Foto: Busbahnhof (Wikipedia)

Nach der letzten Fahrt im planmäßigen Betrieb der Wipperliese in Sachsen-Anhalt (Strecke Klostermannsfeld-Wippra) gab es doch noch eine optimistisch klingende Einigung zur Zukunft der Bahn in buchstäblich letzter Minute. Zwar sind die Nahverkehrsleistungen der Wipperliese seit dem zweiten Aprilwochenende wegen zu geringer Nachfrage abbestellt, doch soll die Liese künftig im touristischen Verkehr an Wochenenden und Feiertagen verkehren. Hierüber haben sich Landkreis, Besteller und das Land Sachsen-Anhalt mit dem Betreiber verständigt. Bereits am kommenden Wochenende sollen die ersten touristischen Fahrten stattfinden. Die kurzfristig zustande gekommene Vereinbarung gilt allerdings zunächst nur bis Ende Mai dieses Jahres.

27. März 2015

Chemnitz-Leipzig künftig ohne die Deutsche Bahn

Baureihe 612, Foto: A. Gutwein
Baureihe 612, Foto: A. Gutwein

DB Regio muss einen weiteren Verlust bei Verkehrsleistungen in Sachsen hinnehmen. Wie der Verkehrsverbund Mittelsachsen (VMS) heute bekanntgeben will, wurde die Ausschreibung zur Erbringung der Nahverkehrsleistungen zwischen Chemnitz und Leipzig ab Dezember dieses Jahres an einen Konkurrenten, nämlich die Mitteldeutsche Regiobahn (MRB) vergeben. Die Anforderungen an die mitbietenden Unternehmen wurden ungewöhnlich niedrig gehalten, um zu erzwingen, dass sich neben der Deutschen Bahn überhaupt ein Mitbewerber um den 10 Jahre laufenden Verkehrsvertrag bemüht, was dem VMS in der Fachwelt Kritik einbrachte. Unter anderem waren nicht einmal klimatisierte Fahrzeuge gefordert, sondern lediglich solche, in denen sich die Fenster öffnen lassen und Zugluft gewährleistet ist. Mit der Entscheidung endet auch der Einsatz der Neigetechnikfahrzeuge (Baureihe 612) zwischen Chemnitz und Leipzig. Bereits vor kurzem war bekannt geworden, dass sich die DB nicht am Ausschreibungsverfahren um das E-Netz Mittelsachsen II (u.a. Dresden-Hof) beteiligt, da sie sich weigert, die Anforderungen des VMS zu erfüllen, wonach der Betreiber seine Fahrzeuge künftig nicht selbst warten darf, sondern zur Zusammenarbeit mit dem Hersteller verpflichtet wird. Damit bleiben der Deutschen Bahn in Chemnitz künftig nur noch die Strecken ihrer Tochtergesellschaft Erzgebirgsbahn übrig.

26. März 2015

Ab Juni wieder Im Nachtzug nach Paris

Schlafwagen der RZD, Foto: Manuel Schneider
Schlafwagen der RZD, Foto: Manuel Schneider

Nachdem der Nachtzug zwischen Deutschland und Paris im vergangenen Dezember eingestellt worden ist, reagiert nun die Russische Eisenbahn RZD und verlegt ab 19. Juni 2015 die Fahrzeiten ihres Nachzuges von Moskau nach Paris so, dass ein Zustieg für Fahrgäste aus Deutschland möglich wird. Der Zug verfügt sogar über einen polnischen Speisewagen und wird künftig von Berlin (ab 20:00 Uhr) über Erfurt (ab 22:30 Uhr) nach Paris (an 09:00 Uhr) geführt werden. Der mehrmals wöchentlich verkehrende Zug besteht aus Neubauschlafwagen der Russischen Eisenbahn. Die Rückfahrt ab Paris soll am Abend (20:00 Uhr) erfolgen, Erfurt erreicht der Zug dann gegen 06:30 Uhr, Berlin ca. 09:30 Uhr, bevor die Reise dann über Warschau wieder zurück nach Moskau geht. Bislang fuhr der Zug in anderer Fahrlage, ein Zustieg in Deutschland war nicht zulässig.

19. März 2015

Das neue konzept für den Fernverkehr der Deutschen Bahn

Einen Überblick zu den geplanten Änderungen und eine persönliche Einordnung finden Sie hier.

ICx der Deutschen Bahn
Foto: Hoff1980 (Wikipedia)

18. März 2015

Deutsche Bahn: Kehrtwende im FERNVERKEHR GEPLANT

Wie erwartet richtet die Deutsche Bahn den Fernverkehr neu aus. Hintergrund der weitreichenden Änderungen sind die hohen Verluste, die in der Sparte seit der Öffnung des Fernbusmarktes eingetreten sind.

 

Die wichtigsten Änderungen, die bis 2030 realisiert werden sollen, im Überblick:

  • Ausbau des Angebotes im Fernverkehr um 25% 
  • 150 ICE-Fahrten pro Tag mehr als heute
  • neues IC-Netz mit Anbindung nahezu aller Großstädte
  • 190 neue IC-Direktverbindungen

 

Außerdem sollen bereits ab dem nächsten Jahr folgende Neuerungen umgesetzt werden:

  • kostenloses WLAN in allen Wagenklassen
  • kostenlose Sitzplatzreservierung in allen Wagenklassen
  • Sparpreise werden bis kurz vor Abfahrt erhältlich sein
  • es wird zusätzlich eine BahnCard mit 3 Monaten Gültigkeit geben

 

Die Bahn wird 12 Milliarden Euro in die Neuausrichtung investieren und damit 50 Millionen Kunden mehr in die Züge bringen. Der geplante Umbau bedeutet nicht weniger als eine Kehrtwende gegenüber der bisherigen Ausrichtung des Konzerns. Wörtlich heißt es in der Mitteilung: "Neu oder wieder angefahrene IC-Halte sind beispielsweise Chemnitz, Cottbus, Fürth, Heilbronn, Potsdam oder Siegen. Weitere 30 Großstädte, darunter Dresden, Magdeburg, Oldenburg (Oldb.), Rostock oder Schwerin, erhalten deutlich verbesserte Fernverkehrsanschlüsse."

17. März 2015

NEues DB-Konzept: Chemnitz & Co. bald wieder mit Fernverkehr?

Chemnitz Hbf (1991), Foto: Phil Richards
Chemnitz Hbf (1991), Foto: Phil Richards

Die Deutsche Bahn reagiert offenbar auf die hohen Verluste im Fernverkehr, die seit Beginn der Liberalisierung im Fernbusmarkt immer höher ausfallen. So soll der Fernverkehr in ein Kern- und ein Entlastungsnetz eingeteilt werden, ersteres für Knotenpunkte, die im Stundentakt bedient werden, letzteres mit mindestens allen Großstädten ab 100.000 Einwohnern im Zweistundentakt. Damit müssten auch Chemnitz und Bremerhaven wieder einen Fernverkehrsanschluss erhalten. Außerdem soll die Sitzplatzreservierung auch in der 2. Klasse künftig kostenlos enthalten sein (bislang 4,50 €) und es ist eine zusätzliche BahnCard geplant, die günstiger ist und eine kürzere Laufzeit - unter einem Jahr - hat. Weitere Details sollen im Laufe der Woche bekanntgegeben werden.

13. März 2015

Tschechien: Schmalspurbahn steht vor dem Aus

Zug der JHMD, Foto: Fojsinek (Wikipedia)
Zug der JHMD, Foto: Fojsinek (Wikipedia)

Der berühmten Schmalspurbahn zwischen Nová Bystřice und Obrataň in Tschechien droht zeitnah die Betriebseinstellung. Die Ende der 1990er Jahre von der Tschechischen Bahn an die private Betreibergesellschaft übergangene JHMD übergangene Nebenbahn, auf der in den Sommermonaten auch dampflokbespannte Reisezüge verkehren, ist nach eigenen Angaben in finanzielle Schwierigkeiten geraten. In der nächsten Woche soll bei Verhandlungen mit den Bezirken Hochland und Südböhmen über das weitere Schicksal der Bahn entschieden werden. Mit einer Betriebseinstellung muss nun jederzeit gerechnet werden.

 

UPDATE Wie Ende März bekannt wurde, haben sich die beteiligten Akteure nun erfreulicherweise doch noch auf einen Weiterbetrieb einigen können.

9. März 2015

NAchtzug in die Slowakei: mit 2. Klasse-Ticket im Single-Abteil

Schlafwagenabteil, Foto: Eiheitai-Eishi (Wikipedia)
Schlafwagenabteil, Foto: Eiheitai-Eishi (Wikipedia)

Seit dem Fahrplanwechsel können Alleinreisende in den Nachtzügen zwischen Tschechien und der Slowakei (und zurück) im Schlafwagen auch ein Single-Abteil mit einer Fahrkarte der 2. Klasse benutzen. Bisher war hierfür ein 1. Klasse-Ticket notwendig. Will man ein solches Abteil für sich allein nutzen, wird zur Fahrkarte eine Aufpreis von 49 € fällig. Kombiniert mit dem Europa-Spezial zahlen Sie so von Deutschland aus inkl. Schlafwagen (Single) z.B. ab Usti n.L.  bis in die Slowakei zusammen ab 79 € (inklusive Railplus). Günstiger ist es freilich im Double (2er Belegung): hier zahlen Sie inkl. Fahrkarte ab 48,50 € (inklusive Railplus) bis in die Slowakei.

3. März 2015

Fernverkehr in Jena - eine Broschüre und ihre Folgen

ICE-Halt Jena Paradies, Foto: Christian Liebscher
ICE-Halt Jena Paradies, Foto: Christian Liebscher

In zwei Jahren geht das letzte große Schienenverkehrsprojekt der Deutschen Einheit, die Schnellfahrstrecke Berlin-Erfurt-Nürnberg in Betrieb. Die bislang stündlich durch das Saaletal verkehrenden Fernzüge sollen dann auf der Neubaustrecke fahren, Jena und große Teile Ostthüringens würden nicht mehr per ICE oder IC erreicht werden. Dagegen regt sich zunehmend Protest. Bereits ab Dezember dieses Jahres, wenn der Abschnitt Halle/Leipzig-Erfurt eingeweiht wird, muss sich die Stadt Weimar vom Fernverkehr verabschieden. Aber zurück zu Jena: der dortige Haltepunkt Jena Paradies ist nicht nur der einzige ICE-Halt in Deutschland, der im betrieblichen Sinne kein Bahnhof ist. Er sollte - so die Versprechungen damals - einmal zu einem wichtigen Drehkreuz in Europa werden. So jedenfalls liest sich diese lustige Broschüre der DB, die vor 15 Jahren von Hamburg, Stuttgart und gar Budapest fantasierte.

2. März 2015

Güterzugentgleisung in Sturovo (Slowakei)

Sturovo (Slowakei), Foto: Ervín Pospíšil
Sturovo (Slowakei), Foto: Ervín Pospíšil

Im slowakischen Grenzbahnhof Sturovo ist ein Güterzug entgleist. Die internationalen Fernzüge der Relation Hamburg-Berlin-Dresden-Prag-Budapest werden deshalb heute und in den kommenden Tagen umgeleitet. Es kommt zu erheblichen Verspätungen von bis zu 90 Minuten. Fotos vom Unfall gibt es hier.

 

UPDATE Mittlerweile ist die Strecke beräumt und wieder freigegeben. Zur Unfallursache gibt es noch keine abschließenden Erklärungen.